Mit der Jugendfeuerwehr nach Berlin

Mit der Jugendfeuerwehr nach Berlin

WIR MACHEN DIE HAUPTSTADT UNSICHER!

Vom 01.10 bis 05.10.2018 hat unsere Jugendfeuerwehr einen Ausflug nach Berlin gemacht. Insgesamt haben wir uns mit 12 Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren gemeinsam mit 4 Betreuern auf den Weg gemacht.

Tag 1 – Montag

Am 01.10 trafen wir von der Jugendfeuerwehr Königstädten uns morgens um 07:15 Uhr in Rüsselsheim. Gemeinsam machten wir uns von dort aus auf den Weg zum Frankfurter Fernbahnhof. Mit dem ICE ging für uns die Reise von dort aus weiter, sodass wir schließlich gegen 12.30 Uhr den Berliner Hauptbahnhof erreicht haben. Glücklicherweise hatten wir zu diesem Zeitpunkt noch den ganzen Tag zur Verfügung, wodurch wir uns schon ein bisschen in der Metropole zurechtfinden konnten. Trotzdem gibt es nach der Zugfahrt dann erst einmal weiter zu unserer Unterkunft, wo wir vor Ort die Zimmer aufgeteilt und bezogen haben. Insgesamt entstanden problemlos drei Viererzimmer für die Jugendlichen.

Um komfortabel und bequem übernachten zu können, haben wir uns bewusst gegen die gerne minimalistisch eingerichteten Jugendherbergen entschieden und haben uns ein Hotel ausgesucht. Das A&O Hostel in Berlin Mitte wurde glücklicherweise erst vor kurzem renoviert, wodurch wir die Zimmer in optimalem Zustand vorfanden. Auch die Lage hat uns sehr gut gefallen, da es nur 1,2 Kilometer vom Alexanderplatz, also vom Kern der Innenstadt, entfernt war.

Da wir zu diesem Zeitpunkt bereits erste Hungergefühle verspürten, machten wir uns dann gemeinsam auf den Weg zum Alexanderplatz, um dort zu Mittag zu essen. Die große Auswahl hat uns sehr fasziniert, wodurch für jeden Geschmack etwas zu finden war. Nach dem Mittagessen haben wir uns dann die unterschiedlichen Geschäfte am Alexanderplatz angesehen und anschließend die Alexa Shopping Mall besucht.

Nachdem wir dann den Nachmittag etwas freier gestaltet haben, sind wir nach unserem Abendessen noch einmal losgezogen. Zu neunt haben wir den Escape Room besucht, an dem wir in zwei Gruppen verschiedene Aufgaben lösen mussten, um aus Räumen zu entkommen. Besonders für uns als Jugendfeuerwehr war eine solche Übung mal eine spannende Abwechslung, da Teamvermögen und Strategie auch im Alltag sehr wichtig für uns sind. Durch unseren kleinen Strategievorteil haben es schließlich beide Gruppen geschafft, aus den Räumen zu entkommen. Die anderen Jugendlichen waren in der Zwischenzeit Bowling spielen und haben dort einen schönen Abend verbracht.

Tag 2 – Dienstag

Am Dienstag haben wir uns auf die Stadtgeschichte konzentriert und das Dungeon aufgesucht. Dort werden 600 Jahre Berliner Geschichte spannend und lustig zusammengefasst. Auch gruseln konnten wir uns dort ausgezeichnet. Durch die zahlreichen Darsteller wurde jeder der Jugendlichen optimal miteinbezogen und hatte Spaß, auf interaktive Art und Weise etwas über die Geschichte der heutigen Metropole zu lernen. Eines der Highlights war der kurze, aber besonders für die Jugendlichen spaßige freie Fall, der uns am Ende unserer Führung wieder zum Ausgang beförderte.

Da das Wetter am Nachmittag nicht ganz so schön war, sind wir der Stadtgeschichte treu geblieben und haben dem Spionage Museum einen Besuch abgestattet. Auch dort wurde sehr viel Wert auf interaktives Erlernen historischer Zusammenhänge gelegt, sodass wir durch Ausprobieren und Verstehen zu neuen Erkenntnissen kommen konnten. Nach ungefähr drei Stunden haben wir das Museum dann wieder verlassen und uns auf den Rückweg zu unserem Hotel gemacht. Auch die Abende haben wir dabei als Gruppe verbracht, indem wir in der großen Runde gemeinsam Karten gespielt haben.

Tag 3 – Mittwoch

Am Mittwoch zeigte sich das damals geteilte Berlin von einer ganz besonderen Seite. Es war Tag der deutschen Einheit, was für viele Menschen ein Grund war, dies zu feiern und sich über die Wiedervereinigung vor 29 Jahren zu freuen. Besonders das Brandenburger Tor war aufgrund der Festlichkeiten sehr überlaufen, weshalb es für unsere Jugendlichen nicht immer einfach war, im Team zusammenzubleiben.

Passend zu diesem geschichtsträchtigen Ereignis haben wir den Reichstag besucht, natürlich mit einer ausführlichen Führung durch das komplette Gebäude. Nach einer kurzen historischen Zusammenfassung ging es für uns durch die Sicherheitskontrollen in den Reichstag hinein. Besonders der moderne Stil hat uns dabei fasziniert, da er in Wirklichkeit noch deutlich gigantischer aussieht, als wir ihn uns vorgestellt haben. Innerhalb eines anschließenden 45-minütigen Vortrages haben wir vieles über die Arbeitsweise eines Bundestagsabgeordneten gelernt und zahlreiche neue Informationen mitnehmen können. Nach diesem interessanten Vortrag machten wir uns auf den Weg nach oben zur Reichstagskuppel, von der wir einen tollen Blick auf die gesamte Innenstadt hatten. Von dort aus haben wir uns auch den Sonnenuntergang angesehen, der aufgrund der gläsernen Fenster dort oben besonders faszinierend ist. Mit dem schönen Ausblick haben wir den Tag entspannt ausklingen lassen, um am nächsten Morgen wieder fit und munter zu sein.

Tag 4 – Donnerstag

Auch an unserem letzten kompletten Tag wollten wir noch etwas mehr von der Kultur und Geschichte Berlins lernen, weshalb wir uns fußläufig auf den Weg zu den wichtigsten Denkmälern gemacht haben. Als zentraler Bestandteil der deutschen Erinnerungskultur war natürlich das Holocaust-Denkmal unsere erste Anlaufstelle, das von oben zwar sehr klein aussieht, indessen Mitte sich aber seine wahre Größe und Bedeutung zeigt. Auch an der Mauer sind wir natürlich nicht vorbeigekommen, weshalb wir uns auch von ihr verschiedene Stellen genauer angeschaut haben. Nachdem wir noch den Todesstreifen besucht haben, sind wir abschließend zum CheckPoint Charlie gelaufen, der unseren historischen Spaziergang interessant abgerundet hat.

Wie auch an den anderen Tagen haben wir am Alexanderplatz in kleinen Gruppen zu Mittag gegessen. Das verlockende Angebot an verschiedensten Restaurants hat uns fast täglich aufgetrennt, da bei einer solch gigantischen Auswahl jeder ein anderes Restaurant am besten fand.

Tag 5 – Freitag

Inhaltlich hatten wir unsere Bildungsreise am Donnerstag gemeinsam abgeschlossen, weshalb am Freitag nur noch die Heimreise anstand. Mit dem ICE ging es schließlich zurück nach Frankfurt, von wo aus wir wieder zurück nach Königstädten fahren konnten.

Durchschnittlich haben wir auf unserer Reise täglich 15 Kilometer fußläufig zurückgelegt. Insgesamt waren wir 62,8 Kilometer unterwegs und haben dadurch fast die komplette Stadtmitte gesehen. Sogar bei den Jugendlichen ist das viele Laufen erstaunlich gut angekommen, auch wenn es nicht immer ganz einfach war, jeden Tag so viel zu laufen. Auch abgelegenere Orte waren für sie kein Problem, wodurch wir letztendlich sogar mehr von der Stadt gesehen haben, als wir am Anfang vermutet hätten.

Insgesamt haben wir als Gruppe der Jugendfeuerwehr Königstädten auf dieser Bildungsreise viel Spaß gehabt und einiges dazu gelernt. Auch als Team sind wir während unserer Reise weiter zusammengewachsen, was sowohl für unsere aktive Arbeit in der Jugendfeuerwehr als auch für eine spätere Tätigkeit in der Feuerwehr Rüsselsheim entscheidend ist.

Falls Sie sich für weitere Informationen zu unserem Ausflug interessieren, können Sie sich gerne unsere zahlreichen Beiträge auf unserem neuen Instagram Account anschauen. Auch auf unserer Website finden Sie wie gewohnt viele Bilder und Videos zu unseren Aktivitäten und natürlich auch zu unserer Bildungsreise nach Berlin.

Bilder: Felix Hirth & Alex Wörl   
Video: Alex Wörl  

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